Renovation Elsevier Office Building for Student Housing, Sara Burgerhartstraat, Amsterdam. Completion Date: 2015. Contractor: N.J. de Nijs en Zonen. Architect: Knevel architecten, Amsterdam. Photographer: Leonard Fäustle. Bricks: Terca glazed bricks.
© Wienerberger B. V.

Eine zweite Haut aus Fassadenziegeln

architectum Ausgabe: Renovierung

Renovation Elsevier Office Building for Student Housing, Sara Burgerhartstraat, Amsterdam. Completion Date: 2015. Contractor: N.J. de Nijs en Zonen. Architect: Knevel architecten, Amsterdam. Photographer: Leonard Fäustle. Bricks: Terca glazed bricks.
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Upgrade

Vom Bürogebäude zum Studentenheim

Renovation Elsevier Office Building for Student Housing, Sara Burgerhartstraat, Amsterdam. Completion Date: 2015. Contractor: N.J. de Nijs en Zonen. Architect: Knevel architecten, Amsterdam. Photographer: Leonard Fäustle. Bricks: Terca glazed bricks.
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Verwendete Produkte

Terca Klinkerriemchen

Eine zweite Haut aus Fassadenziegeln

Ein 60er-Jahre-Bau in Amsterdam entwickelte sich vom Leerstand zu einem außergewöhnlichen Studentenheim. Der anspruchsvollste Teil des Upgrades: Die Suche nach dem perfekten glasiertenZiegel für die Fassade.

„Wir suchten lange nach der richtigen Mischung der Farbe mit drei oder vier verschiedenen Nuancen, denn eine einzige Farbe hätte ein sehr monotones Bild erzeugt.“ - Benjamin Robichon, Knevel Architecten BV.

Vom Bürokomplex zum Studentenheim

Ein elfstöckiger Riese am Amsterdamer Stadtrand: Das Elsevier-Gebäude im nordöstlichen Stadtteil Bos en Lommer wurde 1964 als Bürokomplex geplant und bekam durch die dort ansässige Wochenzeitschrift seinen Namen. Durch den Bau der Ringstraße und der Autobahn wurde das Gebäude allerdings unattraktiv und leerte sich. Im Jahr 2012 kam der Beschluss: Elsevier soll renoviert, saniert und mit einem neuen Nutzen versehen werden.
 
Das Amsterdamer Architekturbüro Knevel Architecten nahm sich der Herausforderung an und schuf ein Studentenheim mit 245 Wohnungen auf zehn Stockwerken sowie ein ansprechendes Erdgeschoss mit kleinen Geschäftseinheiten. Der Ausgangspunkt der Renovierung für die Fassade war der ursprüngliche Entwurf von Willem Dudok und Robert Magnée aus den 60er-Jahren.

Ein strenges Komitee

Glücklicherweise war der Hauptbestand des Elsevier-Gebäudes gut erhalten, was hauptsächlich eine Erneuerung der Giebel und der Fassade notwendig machte. Der alte Giebel bestand aus Betonfertigteilen mit angeleimten, glasierten Klinkerriemchen. „Diese Elemente mussten wir ersetzen – es war unmöglich, dort einen guten Dämmwert zu erreichen“, so Architekt Benjamin Robichon. „Zudem wollten wir eine Reihe von Fassadenöffnungen hinzufügen, um mehr Tageslicht in die dahinter liegenden Räume zu bringen.“ Um das Lärmproblem durch die Autobahn zu lösen, wurde ein Doppelfassadensystem entwickelt, das sich wie eine zweite Haut um das Gebäude legt.
 
Besonderer Aufwand wurde für die perfekte Wahl der Fassadenziegel im Hilversum-Format betrieben. Robichon erzählt: „Wir suchten lange nach der richtigen Mischung der Farbe mit drei oder vier verschiedenen Nuancen, denn eine einzige Farbe hätte ein sehr monotones Bild erzeugt.“ Robichon spricht von etwa zehn Prototypen, die gemacht wurden, bevor ein Ergebnis erzielt wurde, dem alle Mitglieder des strengen Komitees zustimmen konnten. „Es geht hierbei nicht nur um die Ziegelmischung, sondern auch um die Farbe und Beschaffenheit des Mörtels“, so der Architekt. „Wir hängten die Prototypen neben das bestehende Mauerwerk, um zu sehen, ob wir den richtigen Effekt erzielt hatten, und begannen zu kombinieren.“ Dabei spielte die Wienerberger Panningen Sample Library eine wichtige Rolle und unterstützte den komplexen Prozess.
 
 

Neu mit altem Charakter

Auch wenn vieles dem originalen Entwurf gleicht, unterscheidet sich die Struktur der neuen Vorderfassade deutlich davon. Hierbei wurden Holzrahmenbauelemente verwendet, die mit einer Faserzementplatte verkleidet sind. Die glasierten Terca-Klinkerriemchen wurden schließlich vor Ort angebracht. Die Fenster folgen dem Rhythmus der Ziegel und erhielten harmonisch dunkle Fensterrahmen. Somit blieb der Charakter des Originals erhalten, wurde aber mit modernen Techniken verbessert. So sind beispielsweise die Linien zwischen den Fertigteilen der Fassadenkonstruktion nun nicht mehr sichtbar.

Renovation Elsevier Office Building for Student Housing, Sara Burgerhartstraat, Amsterdam. Completion Date: 2015. Contractor: N.J. de Nijs en Zonen. Architect: Knevel architecten, Amsterdam. Photographer: Leonard Fäustle. Bricks: Terca glazed bricks.
© Wienerberger B. V.

Daten & Fakten

Projektname: Elseviergebouw | Sara Burgerhartstraat, Amsterdam, Niederlande

 

Architekten   Knevel Architecten BV

Bauherr   Woningstichting Rochdale/DUWO

Jahr der Fertigstellung   2015

Kategorie   Upgrade

Verwendete Produkte   Terca glasierte Klinkerriemchen

 

Renovation Elsevier Office Building for Student Housing, Sara Burgerhartstraat, Amsterdam. Completion Date: 2015. Contractor: N.J. de Nijs en Zonen. Architect: Knevel architecten, Amsterdam. Photographer: Leonard Fäustle. Bricks: Terca glazed bricks.

Terca glasierte Klinkerriemchen - Niederlande

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