Havienne
© Wienerberger Österreich GmbH

Denkmalgeschützter Wohntraum an der Donau

architectum Ausgabe #32

Havienne
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Luxus-Wohnungen

in Österreich

Havienne
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Verwendetes Produkt

Tondach Tasche Engobe

Denkmalgeschützter Wohntraum an der Donau

Die ehemalige Marinekaserne Tegetthoff in Wien erstrahlt knapp 90 Jahre nach ihrem Bau in neuem Glanz. Unter dem aufwändig sanierten Ziegeldach des denkmalgeschützten Gebäudes wird nun luxuriös gewohnt.

Ein außergewöhnliches Renovierungsprojekt

Egal, ob man mit dem Rad, Zug oder Boot vorbeifährt – Havienne ist ein wahrer Hingucker. Der Komplex mit 20 Luxus-Wohnungen im 19. Wiener Gemeindebezirk holte sich deshalb 2018 den „FIABCI Prix d’Excellence Austria“-Preis in der Kategorie Altbau. Denn alt ist das Gebäude allemal, nur sieht man es ihm nun nicht mehr an. Erbaut wurde es im Jahr 1930 als Marinekaserne Tegetthoff direkt am Donau-Ufer.
Nun nahmen sich Architektin und Miteigentümerin Rita Reisinger-Schöbel sowie Architektin Doris Kutscher von the | sopht | loft in Wien dem Projekt an und verwandelten das 3.400 m2 große Anwesen in einen Wohntraum mit großzügigen Altbau- und Penthouse-Wohnungen mit bis zu 6 m Deckenhöhe sowie zwei neuen Bungalows.

Stimmiges Farbkonzept

Bei dem außergewöhnlichen Renovierungsprojekt wurden höchste Standards vorausgesetzt. „Für diese Luxus-Einheiten kamen nur die qualitativ hochwertigsten Materialien infrage“, sagt Architektin Rita Reisinger-Schöbel. „Wir haben uns bei der 1.700 m2 großen Dachfläche für die Tondach-Taschen-Ziegel in Engobe anthrazit entschieden“, beschreibt Rita Reisinger-Schöbel. Davor handelte es sich um ein unausgebautes Dachgeschoss mit Tonziegeln in natur. „In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt entschieden wir uns aufgrund der Farbgebung schnell für den Taschen-Ziegel. Die Optik ist toll und der Baustoff ist hochwertig und langlebig“, so Architektin Doris Kutscher. „Ein anderes Material kam dafür gar nicht infrage.“ 

„Wir mussten uns strikt an die Dachform halten und durften keinen Millimeter höher oder breiter werden. Die Grundvoraussetzung des Denkmalamtes war, dass die Dachform auch während des Baus ersichtlich bleibt.“ - Rita Reisinger-Schöbel, Architektin.

Komplexer Aufbau

Da die ehemalige Marinekaserne unter Denkmalschutz steht, legte das Denkmalamt gerade beim Neuaufbau des Dachbereiches strikte Regeln an. Der alte Dachstuhl, der viele Jahre auf massiven Betonträgern ruhte, musste abgetragen werden. Als neuer Unterbau dient eine Stahlkon­struktion als Primärgerüst und Holz als Sekundärkonstruktion. Es entstand ein klassischer Leichtbau, auf dem der Ziegel mit einer Größe von 19 mal 40 cm montiert wurde.
 
„Wir mussten uns strikt an die Dachform halten und durften keinen Millimeter höher oder breiter werden. Die Grundvoraussetzung des Denkmalamtes war, dass die Dachform auch während des Baus ersichtlich bleibt“, so Reisinger-Schöbel. Auch auf anderen Ebenen handelte es sich um ein sehr spezielles Projekt. „Wir begannen mit dem Hochwasserschutz, den wir mit dem Denkmalschutz vereinen mussten. Zudem haben wir das Gebäude umgenutzt in seiner Funktion und neue Grundrisse geschaffen. Ein Dach in dieser Dimension hatten wir zuvor noch nie ausgebaut“, erzählt Kutscher. „Hier kam viel Spannendes zusammen.“ 

Havienne
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Daten & Fakten

Projektname: Havienne, Wien, Österreich

Architektur   the sopht loft, Doris Kutscher & Rita Reisinger-Schöbel

Bauherr   PBE Tegetthoff Projektentwicklung GmbH

Jahr der Fertigstellung   2018

Verwendete Produkte   Tondach Tasche Engobe anthrazit-schwarz

Gebäudetyp  Mehrfamilienhaus

Ausgabe  architectum #32

Havienne
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