Office building with two levels. Siding's implementation. SCI Dedale, 16 avenue de la Perrière 56100 LORIENT. Brick Terca Briques Pleines 495 x 95 x 48 Cassia Noir graphite. Pose à joints vifs.
© Patrick MIARA

Ein komplexer Monolith

architectum Ausgabe: Dach und Fassade

Office building with two levels. Siding's implementation. SCI Dedale, 16 avenue de la Perrière 56100 LORIENT. Brick Terca Briques Pleines 495 x 95 x 48 Cassia Noir graphite. Pose à joints vifs.
© Patrick MIARA

Beeindruckendes Bürogebäude

in Frankreich

Office building with two levels. Siding's implementation. SCI Dedale, 16 avenue de la Perrière 56100 LORIENT. Brick Terca Briques Pleines 495 x 95 x 48 Cassia Noir graphite. Pose à joints vifs.
© Patrick MIARA

Verwendete Produkte

Terca Black Graphite Cassia Langziegel

Ein komplexer Monolith

Für eine ansprechende und lebendigere Fassade ihres neuen Bürogebäudes wählten die beiden Partner von DDL Architectes, Gwen David und Joann Le Corvec, den länglichen Black Graphite Cassia Ziegel. Damit haben sie erfolgreich einen Dialog mit der Vergangenheit von Lorient aufgenommen, einem bretonischen Dorf, das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde.

Eine Steinverkleidung als Außendämmung

Perfekt zwischen die umliegenden Gebäude eingepasst, liegt das DDL Architectes-Gebäude in der Avenue de la Perrière und beherbergt ein Restaurant mit Terrasse im Erdgeschoss sowie das Architekturbüro im ersten und zweiten Stock.
 
Für die Architekten war klar, dass sie für dieses Projekt eine Steinverkleidung als Außendämmung verwenden wollten. Dabei war für Joann Le Corvec „ein länglicher Ziegelstein ideal, um die horizontale Form des Gebäudes zu unterstreichen und an die langen Schiefergesteine der Bretagne zu erinnern“. Dafür war die Black-Graphite-Version des Terca Cassia Ziegels die perfekte Lösung. Neben der Länge garantiert die Tatsache, dass er erst vor Ort in zwei Teile gebrochen werden muss, ein individuelles Aussehen jedes einzelnen Ziegels. Insgesamt gleicht die Fassade einem Steinmonolithen mit fortlaufenden Einkerbungen.

Modernität und Maschrabiyya in Kombination

Laut Gwen David besteht das Prinzip von Maschrabiyya, oder der „Gitterwand“, ursprünglich aus einer geschnitzten Wand, die vor der Fassade angebracht wird. In diesem Fall ist sie aus einem Ziegelgitter und lässt große Löcher für die breiten Panorama­fenster­ frei. Hinter dem Gitter ist die Fassade eigentlich über die ganze Breite verglast und mit Pfosten und Balken umrahmt. „Die Fenster, die durch die Gitterwand verdeckt sind, lassen sich öffnen und tragen im Sommer zum bioklimatischen Komfort bei.“
 
Die Ziegelwände spenden dabei nicht nur Schatten im Inneren des Gebäudes, sondern verbergen auch nachts geöffnete Fenster an der Ost- und Westseite, um einen natürlichen Luftstrom zu erzeugen. Ergebnis: Diese Nachtlüftung hilft, bei der Klimaanlage zu sparen.

„Ein länglicher Ziegelstein ist ideal, um die horizontale Form des Gebäudes zu unterstreichen und an die langen Schiefergesteine der Bretagne zu erinnern” - Joann Le Corvec.

Traditionelle Steinverlegung

Nachdem der Ziegel ausgewählt war, mussten die Architekten einen Fachmann finden, der ihn gut verlegen konnte. Für Joann Le Corvec war es ein Glücksfall, Eric Four, einen Steinmetz aus Rennes, zu treffen. Er wurde von den Compagnons de France, einer Organisation von Handwerkern, die mit traditionellen Techniken arbeiten, ausgebildet. Basierend auf den Skizzen der Agentur schuf er Prototypen, die er dann an den Fassaden reproduzierte und dem Maschrabiyya einen authentischen Hauch von Handwerkskunst verlieh.
 
Die volle Komplexität dieses dunklen Monolithen wird umso deutlicher, je näher man ihm kommt. Die Ziegel, die das Licht unterschiedlich einfangen und ein echtes Schwingungsgefühl erzeugen, tragen dazu bei. Für Gwen David kreiert es einen „beruhigenden Effekt“, bei dem der Splitt in den schwarzen Graphitsteinen das Weiß des Lichts offenbart.

Texture Cassia Noir Graphite (structure: 50% cassée - 50% rabotée)

Terca Black Graphite Cassia Langziegel - Belgien

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