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Ausgabe #23

WIENERBERGER BRICK AWARD 2018: EINE HOMMAGE AN HOCHWERTIGE ZIEGELARCHITEKTUR

Brick Award

Architekten aus aller Welt präsentieren ihre modernen, innovativen Konzepte mit Ziegel: fast 600 Projekte aus 44 Ländern wurden eingereicht. Die Gewinner des Wienerberger Brick Award 2018 begeisterten mit mutigen und kreativen Architekturkonzepten für nachhaltige und zukunftsorientierte Lebensräume.
Extension Building to "Kunstmuseum Basel" in Basel/Switzerland
© Rory Gardiner
Apartment Building: "Westkaai Towers 5 & 6" in Antwerp/Belgium
© Peter Cook
Brick Award 2018
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Brick Award 2018

WIENERBERGER BRICK AWARD 2018: EINE HOMMAGE AN HOCHWERTIGE ZIEGELARCHITEKTUR

Brick Award

Architekten aus aller Welt präsentieren ihre modernen, innovativen Konzepte mit Ziegel: fast 600 Projekte aus 44 Ländern wurden eingereicht. Die Gewinner des Wienerberger Brick Award 2018 begeisterten mit mutigen und kreativen Architekturkonzepten für nachhaltige und zukunftsorientierte Lebensräume.

Der Wienerberger Brick Award gibt Architekten aus aller Welt die Möglichkeit, moderne, innovative Architektur mit keramischen Werkstoffen zu präsentieren. Er möchte Architekten und allen, die an diesen Fragen interessiert sind, die Gelegenheit bieten, Designkonzepte vorzustellen und neue Arten der Umsetzung von Bebauungsideen zu ergründen. 2018 verleiht Wienerberger diesen international anerkannten Preis zum achten Mal. Fast 600 Projekte aus 44 Ländern wurden eingereicht, dabei ist in diesem Jahr Europa besonders stark vertreten.

Die Preise wurden in den folgenden Kategorien vergeben: Feeling at home, Living together, Working together, Sharing Public Spaces, Building outside the box. Die fünfte Kategorie zielt auf innovative Konzepte und Einsatzarten von Ziegeln ab, die Anwendung neuer Bautechnologien oder die Nutzung maßgeschneiderter Ziegel und neuer Ornamente im Projekt.

 

Brick Award Winners

Die Auszeichnung ist mit Preisgeldern von insgesamt 34.000 € in fünf Kategorien dotiert, dazu gehören die Gewinner des Grand Prize und des Special Prize. Zunächst wählte eine unabhängige Vorjury aus den Einreichungen 50 Nominierungen aus. Aus diesen 50 nominierten Projekten wählte eine Jury aus fünf international renommierten Architekten schließlich die Gewinner aus.

Gleich zwei Projekte erhielten dieses Jahr den Grand Prize. Einer ging an die Westkaai Towers 5 & 6 von Tony Fretton Architects in Kooperation mit De Archtitecten NV. Die Türme sind Teil eines größeren Wohnbauprojekts in einem neu entwickelten Stadtteil mit gemischter Nutzung in Belgien. Die Ziegel verleihen dem monumentalen Ausdruck eine individuelle Fassade. Das Projekt ist gleichzeitig auch Gewinner der Kategorie „Living together“.

Apartment building "Westkaai Towers 5 & 6" in Antwerp/Belgium
© Peter Cook
Apartment Building: "Westkaai Towers 5 & 6" in Antwerp/Belgium
© Peter Cook

Das Objekt des zweiten Gewinners des Grand Prize, der Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel von Christ & Gantenbein, Schweiz, passt gut zum denkmalgeschützten Hauptgebäude. Das einzeln stehende graue Ziegelgebäude ist über eine unterirdische Halle mit dem Hauptgebäude verbunden. Der LED-Lichtfries ist in die reliefartigen Rillen, die aus Formziegeln bestehen, in die Fassade integriert – und informiert Passanten über aktuelle Ausstellungen. Zudem gewann dieses Projekt in der Kategorie „Sharing public spaces“.

Extension Building to "Kunstmuseum Basel" in Basel/Switzerland
© Rory Gardiner
Extension Building to "Kunstmuseum Basel" in Basel/Switzerland
© Rory Gardiner

In der Kategorie „Feeling at home“ konnte das Atlas House von Monadnock aus den Niederlanden die Jury überzeugen. Ein Einfamilienhaus über drei Stockwerke auf einem kleinen Grundstück – so kann hochwertiges Wohnen in kleinem Maßstab aussehen. Die Ziegel sind sowohl innen als auch außen sorgfältig detailliert und passen perfekt zum Haus.

Private Residence: "Atlas House" in Eindhoven/The Netherlands
© Stijn Bollaert
Private Residence: "Atlas House" in Eindhoven/The Netherlands
© Stijn Bollaert

Das Terra Cotta Studio von Tropical Space ist Arbeits- und Wohnraum eines bekannten Keramikkünstlers in Vietnam. Der Gewinner der Kategorie „Working together“ ist ein Ziegelwürfel an einem Flussufer. Eine Bambusstruktur schützt die Kunstwerke vor gelegentlichen Überschwemmungen. Die auffällige Perforation der Fassade lässt den Wind hindurch und kühlt so den Arbeitsplatz auf natürliche Weise. Das Gebäude kombiniert Arbeit und Wohnen.

Artist Working Space: "Terra Cotta Studio" in Ho Chi Minh/Vietnam
© Oki Hiroyuki
Artist Working Space: "Terra Cotta Studio" in Ho Chi Minh/Vietnam
© Oki Hiroyuki

Der Gewinner der Kategorie „Building outside the box“, die Värtan Bioenergy CHP Plant von U.D. Urban Design & Gottlieb Paludan Architects, steht in Stockholm. Das Gebäude enthält das weltweit größte urbane Biomasse-Heizkraftwerk und leistet einen erheblichen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen der Stadt. Im oberirdischen Teil wurde die gebogene Fassade mit vertikalen Keramikelementen verkleidet.

Buildings: Värtan Bioenergy CHP-plant in Stockholm/Sweden
© Robin Hayes
Buildings: Värtan Bioenergy CHP-plant in Stockholm/Sweden
© Robin Hayes

Der Special Prize-Gewinner, die San Bernardo Kapelle von Nicolás Campodonico Estudio ist ein kleines Meisterwerk. Mitten in der argentinischen Pampa ist die Kapelle dem Schutzheiligen einer kleinen Gemeinde in der Nähe gewidmet. Am Standort selbst sind weder fließendes Wasser noch Elektrizität vorhanden. Allein das Sonnenlicht und die Natur bestimmen die Atmosphäre. Die Sonne wirft über zwei Holzmasten einmal am Tag ein christliches Kreuz auf die östliche Wand. Ein Projekt der Kategorie „Sharing public spaces“.

Chapel Building: "San Bernardo" in La Playosa/Argentinia
© Nicolás Esteban Campodonico
Chapel Building: "San Bernardo" in La Playosa/Argentinia
© Nicolás Esteban Campodonico

Die Revitalisierung der Alten Kirche Vilanova de la Barca von AleaOlea Architecture & Landscape erhielt den zweiten Special Prize. Die Kirche, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, wurde während des spanischen Bürgerkriegs zerstört. Bei der Renovierung wurde ein ungewöhnlicher Ansatz beim Umgang mit der historischen Bausubstanz gewählt. Dieses Projekt zeigt die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit des Ziegels und schafft einen einzigartigen Dialog zwischen Gegenwart und Geschichte. Ein Projekt der Kategorie „Building out-side the box“.

Church Building: "The Old Church of Vilanova de la Barca" in Lleida/Spain
© Adrià Goula
Church Building: "The Old Church of Vilanova de la Barca" in Lleida/Spain
© Adrià Goula