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Ausgabe #21

Wir haben das gesamte Gebäude auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner der Ziegelmaße gebaut. Auf diese Weise konnten wir den Zuschnitt der Ziegel und den anfallenden Abfall minimieren und die Dämmeigenschaften verbessern. Das passt gut zu den innovativen Sozialkonzepten des Projekts.

Duplex Architects

architects Anne Kaestle and Dan Schürch Cluster House House A, Duplex Architekten
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Cluster House, House A front view modern Zurich
© Johannes Marburg

EINE NEUE ART DES ZUSAMMENLEBENS – BEZAHLBARE WOHNQUALITÄT

Mehrfamilienhaus

Das Clusterhaus Haus A in der Schweiz widmet sich aktuellen Fragen: Wie kann man das Zusammenleben von Menschen gestalten, ihre Beziehungen zueinander und die Beziehung zum öffentlichen Raum von innen nach außen, und wie können diese Menschen gemeinsame Einrichtungen nutzen?

Haus A ist Teil des neuen Hunziker Areals im Norden Zürichs. Das Projekt mit dem vielversprechenden Titel „mehr als wohnen“ umfasst insgesamt 450 Wohnungen. Die Wohnungen verteilen sich auf 13 Gebäude, die von unterschiedlichen Architekten entworfen wurden. „Mehr als wohnen“ heißt, dass man mehr als nur Wohnraum bieten möchte: So werden den Bewohnern und Genossenschaftsmitgliedern (bei fehlendem Privatauto) Dienstleistungen wie Carsharing und Elektromobilität angeboten; zudem sind Gemeinschaftsküchen, Gewächshäuser, Kräutergärten und Hotelzimmer für Gäste geplant.

Cluster House, House A front view balcony Zurich
© Johannes Marburg
Cluster House, House A front view modern Zurich
© Johannes Marburg

GEMEINSAME RÄUME UND SOZIALBEREICHE

Das beeindruckendste Merkmal des Wohnhauses ist allerdings die neuartige und innovative Raumaufteilung, wie im Fall des Hauses A, das der Feder von Duplex Architekten entsprang. Es bietet seinen Bewohnern sowohl einen großen Gemeinschaftsraum als auch einen eigenen Rückzugsbereich. Dieser Bereich ähnelt einer Miniwohnung mit einem oder zwei Zimmern, einer Teeküche und einem kleinen Duschbad. Die Bewohner sind vom neuen Konzept begeistert. Marco Gähler, 27, Physiker und Chemiker, sagt dazu: „Vierhundert Quadratmeter mit einem riesigen Essbereich und einem noch größeren Wohnzimmer, einer außergewöhnlich großen Loggia, auf der man Partys feiern kann, und all das mitten in Zürich? Ich nenne das sozialen Luxus.“

Anna Hambitzer, 28, Physikerin und Medizintechnikerin, sagt: „Hier zu sein ist wirklich mehr als nur wohnen. Dieses Haus ist ein Beitrag zu einer zukünftigen, gesellschaftsübergreifenden Verbundenheit, die weit über die klassische Studenten-WG hinausgeht.“

modern interior living space Cluster House House A
© Johannes Marburg
modern interior kitchen men cooking Cluster House House A
© Johannes Marburg

MINIMALE BAUABFÄLLE

Neben den sozialen Aspekten ist die innovative Bauweise eines der beeindruckendsten Merkmale von Haus A. Die gesamte Außenwand wurde als monolithische Mauerwerkswand mit integrierter Perlit-Dämmung gebaut. Alle geometrischen Maße des Gebäudes wie die Geschosshöhe und die Breite der Fenster basieren auf einem Vielfachen der Ziegelmaße, um so wenig Abfall wie möglich zu produzieren. Um eine Einschränkung der Dämmeigenschaften zu vermeiden, hat man die Ziegel nicht auf Mörtel gebettet, sondern sie stattdessen mit einer 2 mm dicken Polyurethanschaum-Schicht zusammengeklebt. Dank all dieser Maßnahmen war keine zusätzliche Wärmedämmung notwendig.

Daten & Fakten
  • Projektname
    Cluster House, House A, Zürich, Schweiz
  • Architekt
    Duplex Architekten
  • Bauherr
    Baugenossenschaft mehr als wohnen
  • Verwendete Produkte

    Poroton-T7, Poroton-T8, DryFix polyurethane foam

  • Jahr der Fertigstellung
    2015
Schlagmann_Poroton_T7 T8 Wienerberger clay brick

Hintermauer

Poroton T7 – Deutschland

WB Poroton T7 Wienerberger

Hintermauer

Poroton T8 – Deutschland

Dryfix porotherm wienerberger

Hintermauer

Dryfix – Österreich