Maschinelles Verlegen von Pflasterklinkern (NL)
Das Verlegen von Pflasterziegeln geschieht traditionell noch oft mit der Hand. Bei jedem Wetter kniend im Sandbett oder auf der gerade fertiggestellten Pflasterfläche, führt diese Art der Verlegung bei den Arbeitskräften auf die Dauer zu unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen. Die krankheitsbedingten Ausfälle bis hin zur Arbeitsunfähigkeit führen für die Branche der Pflasterverleger zu hohen Kosten.
Zum Schutz der Pflasterer wurde von den Behörden in den Niederlanden eine Regulierung erarbeitet, bei der eine maschinelle Verlegung von Pflasterelementen, seien es Pflastersteine oder Pflasterziegel, ab einer zusammenhängenden Pflasterfläche von 1.500 Quadratmetern verpflichtend ist.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich auf diese Norm geeinigt, welche auch Ausgangspunkt für Kontrollen des Arbeitsinspektorats und der Gewerbeaufsicht ist. Der österreichische Ziegelproduzent Wienerberger unterstützt die Forderung nach einer Reduktion der physischen Anstrengungen der Pflasterer nicht nur, sondern fühlt sich auch verantwortlich, selbst einen Beitrag zu einem gesunden und sicheren Arbeitsumfeld zu leisten. Aus diesem Grund suchte man aktiv nach Möglichkeiten, das mechanische Stapeln und Pflastern weiter zu erleichtern. Dazu entwickelte man in den Wienerberger-Werken eigene Staplerroboter. Diese stapeln die Terca-Pflasterziegel derart auf Paletten, dass die nachfolgende maschinelle Verlegung problemlos erfolgen kann. Ungeachtet der Verlegeart (wie Ellbogen-, Fischgrät- oder Blockverband) oder der Technik der Verlegemaschine (von mechanischen Klemmeinrichtungen bis zu den Vakuum-Greifeinrichtungen) werden die Pflasterziegel fixfertig zur maschinellen Pflasterverlegung auf die Baustelle geliefert. Der Anteil dieser neuartigen Pakete für die maschinelle Verlegung beträgt mittlerweile circa zehn bis 15 Prozent des Gesamtumsatzes bei den niederländischen Pflasterziegeln, Tendenz steigend. Durch den fachgerechten Einsatz der maschinellen Verlegung wird die physische Belastung, der die Pflasterer täglich ausgesetzt sind, stark verringert.













